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Batterien testen ist schwierig


Während der letzten 20 Jahre blieben die Batterietestmethoden hinter anderen Technologien zurück. Der Grund dafür ist die Schwierigkeit, eine Batterie ohne Entladung und Ladung zuverlässig messen zu können. Die Batterie verhält sich ähnlich wie wir Menschen. Wir wissen immer noch nicht, warum wir an gewissen Tagen mehr leisten als an anderen.

Auch mit zuverlässigen Lade- und Entladegeräten zeigen Batterien starke Kapazitätsunterschiede. Um dieses Phänomen zu demonstrieren, testete die Firma Cadex über 100 Autobatterien mit verschiedenen Leistungsstufen (Bild 5). Die Batterien wurden vorbereitet indem sie voll aufgeladen und in eine 24-stündigen Ruhephase gebracht wurden. Die Kapazität wurde gemessen mit einem Entladestrom von 25A bis zu einer Spannung von 10.50V oder 1.75V/Zelle (schwarze Rombusse). Diese Prozedur wurde ein zweites Mal durchgeführt und die erhaltenen Kapazitätswerte eingetragen (violette Rechtecke). Dies ergab Kapazitätsabweichungen von +/-15% über die gesamte Anzahl der gemessenen Batterien. Bei der zweiten Messung zeigten einige Batterien höhere und andere tiefere Werte. Tragbare Nickel- und Lithium-Ion-Batterien schienen sich methodischer zu verhalten in bezug auf die Kapazitätsmessresultate als die Blei-Säure-Batterien. Zusätzliche Untersuchungen sind nötig, um die Gründe für die offensichtliche Instabilität bei Blei-Säure-Batterien zu erforschen.

Bild 5: Kapazitätsunterschiede
Die Kapazitäten von 113 Autobatterien, die mit konventioneller Entladung gemessen wurden, zeigen grosse Unterschiede.

Zusammenfassung

Die meisten Testgeräte für Autobatterien arbeiten immer noch mit dem Belastungstest. Das Jahr 1992 brachte die AC-Conductance, eine Methode, die den Batterietest wesentlich vereinfachte. Heute experimentiert man mit der multimodell-elektrochemischen Impedanz Spektroskopie (EIS) in einer tragbaren Version und zu einem erschwinglichen Preis.

EIS ist sehr komplex und benötigte bis vor kurzem einen Computer und aufwendige Laborinstrumente, ganz zu schweigen von den Chemikern und Ingenieure zur Interpretierung der Messresultate. Die Geräte eines EIS-Systems sind normalerweise in einem Gestell montiert und die Anlage kostete Zehntausende von Dollars. Moderne Prozessoren und fortschrittliche Datenanalysen ermöglichen es heute, diese gesamte Technologie in ein tragbares Gerät zu verpacken.
Die konventionellen Tester haben den Nachteil, dass sie die Batterykapazität nicht messen können. CCA-Werte allein sind nicht genug. Dazu beinflusst der Ladezustand und andere Batteriebedingungen die Messungresultate. Die Kapazität ist die entscheidende Messung, die den Batteriezustand am zuverlässigsten bewerten kann.

Kein Batterietester kann alle Probleme lösen. Konventionelle Tester sind einfach zu bedienen und testen einen breiten Bereich von Batterien, liefern aber nur eine grobe Beurteilung des Batteriezustandes. Sie beschränken sich auf Angaben wie 'Batterie gut', 'Batterie aufladen' oder 'fehlerhaft'. Labortests bei Cadex haben gezeigt, dass ein auf EIS basierender Batterietester viermal zuverlässiger arbeitet, um schwache Batterien festzustellen. Dazu ermöglicht die EIS-Technologie Messungen der Batteriekapazität, CCA und Lade
zustand in Zahlen und Prozentwerten der Nominalwerte. Bild 6 zeigt eine solche Anzeige.


Bild 6: Anzeigen von CCA, RC und SoC mit Spectro CA-12.
Die Resultate werden als Zahlen oder Prozentwerte der Nominalwerte angezeigt.

Während numerische Testresultate wichtig sind für Ingenieure in Batterieforschungslaboratorien, ist im Wartungssektor eine zuverlässige Methode für die Feststellung der Kriterien 'bestanden /fehlerhaft' oft gut genug. Der Techniker muss nur wissen, ob die Batterie aufgeladen oder ersetzt werden muss. Konventionelle Batterietester beurteilen den Batteriezustand auf Grund eines schwachen Ladezustandes oft falsch. Viele Batterien werden ersetzt, wenn sie nur aufgeladen werden sollten, während andere mit einem guten Zeugnis ausgestattet werden. Mit einem schnellen und zuverlässigen Batterietestsystem können zurück gesandte Batterien getestet, aufgeladen und für andere Kunden bereit gemacht werden. Solch ein Programm würde die Batteriewartung beschleunigen, die Zufriedenheit der Kunden verbessern und schliesslich Kosten sparen.



Über den Autor
Isidor Buchmann ist der Gründer und CEO von Cadex Electronics Inc., in Vancouver BC. Er studierte während 20 Jahren das Verhalten von wiederaufladbaren Batterien im praktischen Einsatz und in täglichen Anwendungen. Als Autor gewann er Auszeichnungen für viele Artikel und Bücher über Batterien. Herr Buchmann's technische Ausführungen gingen rund um die Welt.
Isidor Buchmann ist der Gründer und CEO von Cadex Electronics Inc., in Vancouver BC. Cadex wurde 1980 gegründet und ist spezialisiert in der Entwicklung und der Herstellung von fortschrittlichen Batterieladegeräten und Testinstrumenten. Für Produktinformationen besuchen Sie bitte www.cadex.com.




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