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Bild 3 zeigt eine normale Batterie, in welcher die Säure von oben bis unten gleichmässig verteilt ist. Diese Batterie liefert eine gute Leistung. Bild 4 zeigt eine Schichtbatterie, in welcher die Säurekonzentration oben schwach und unten stark ist. Eine schwache Säure begrenzt die Plattenaktivität, fördert die Korrosion und verringert die Leistung. Hohe Säurekonzentration im unteren Teil der Batterie andererseits erhöht künstlich die offene Klemmenspannung. Die Batterie scheint voll geladen zu sein, liefert aber nur einen schwachen Kaltstartstrom CCA. Hohe Säurekonzentration fördert ebenfalls die Sulfatierung und schränkt die sonst schon schwache Leitfähigkeit zusätzlich ein. Dieser Effekt kann zu einem Batterieausfall führen.

Bild 3: Normale Batterie
Die Säure ist gleichmässig von oben nach unten in den Zellen verteilt und liefert maximale CCA und Kapazität.
Bild 4: Batterie mit Säurekonzentration
Die Säurekonzentration ist oben schwach und unten stark. Eine hohe Säurekonzentration erhöht künstlich die offene Klemmenspannung. Die Batterie erscheint voll geladen, hat aber einen kleinen CCA-Wert. Zu starke Säurekonzentration führt zur Sulfatierung in der unteren Hälfte der Platten.

Die Säureschichtung kann man verringern, indem die Batterie geschüttelt, gekippt oder für einige Tage ruhig gestellt wird. Eine Ladung, bei welcher eine 12V Batterie während 1 bis 2 Stunden bis auf 16V geladen wird, kann ebenfalls den Effekt der Säurekonzentration korrigieren. Dieser gezielte Überladevorgang reduziert ebenfalls die Sulfatierung, die durch die hohe Säurekonzentration ausgelöst wurde. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dass sich die Batterie nicht erhitzt und durch Wasserstoffgasbildung Elektrolyt verliert. Das Aufladen einer Batterie muss in einem gut belüfteten Raum stattfinden, denn Wasserstoffgas kann zu einer Explosion führen. Im Gegensatz zu vielen anderen Gasen ist Wasserstoff geruchlos und kann nur mit entsprechenden Messinstrumenten festgestellt werden.

Die Säureschichtung ist schwierig zu messen und die EIS-Technologie bietet noch keine Lösung. EIS ist eine Sanfttestmethoden, die eine Momentaufnahme macht und die Durchschnittswerte der Messungen berechnet und anzeigt. Auf Grund der erhöhten Klemmenspannung werden Batterien mit Säureschichtung erhöhte Ladezustandswerte messen. Bei den ersten Tests zeigte Spectro CA-12 ebenfalls leicht erhöhte CCA und Kapazitätswerte an. Nach einer Ruhephase der Batterie normalisierten sich die Kapazitätswerte. Dies kann die Folge eines Diffusionseffektes in der Schichtbatterie während der Ruhephase sein. Man weiss nur wenig über die benötigte Ruhezeit zur Normalisierung der Batterie. Es ist jedoch bekannt, dass höhere Temperaturen den Diffusionsprozess beschleunigen.

Der ideale Batterietester sollte das Niveau der Säureschichtung messen, die vorhandene Sulfatierung und die Oberflächenladung angeben und andere typische Zustände anzeigen, mit der Meldung, wie das Problem zu lösen sei. Diese Möglichkeit existiert jedoch heute noch nicht. Jedoch werden Forschungen auf diesem Gebiet es ermöglichen, die Auswertung der Batteriedaten zu verbessern, ohne dass eine Vollentladung durchgeführt werden muss. Diese Kenntnisse könnten dann auf andere Batteriesysteme angewendet werden, wie zum Beispiel Batterien für Mobilität, Militär, Marine, Luftfahrt und stationären Einheiten.

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