| Batterieschnelltestmethoden und wie sie funktionieren.
Wir
betrachten nun die verschiedenen Methoden, um Batterien zu testen und bewerten
ihre Stärken und Grenzen. Es ist wichtig zu wissen, dass die Messresultate
des Innenwiderstandes bei jeder Methode anders ausfallen, auch wenn dieselbe Batterie
gemessen wird. Keine der Messungen ist richtig oder falsch. Zum Beispiel, eine
Zelle ergibt höhere Widerstandwerte mit einer DC-Last-Methode als mit einem
1000Hz-AC-Signal. Das heisst nur, dass die Batterieleistung besser ist bei einer
Wechselstromlast als bei einer Gleichstromlast. Die Hersteller akzeptieren alle
Abweichungen, mit der Einschränkung, dass alle Messungen mit demselben Typ
von Messgerät durchgeführt worden sind.
Methode mit Gleichstrom-
(DC) Last: Die rein ohmsche Messung ist die älteste und die zuverlässigste
Methode. Das Gerät legt während weniger Sekunden eine Last an. Der Laststrombereich
ist von 25 bis 70A, je nach Batteriegrösse. Der Spannungsabfall geteilt durch
den Strom ergibt den Widerstandswert. Die Messungen sind sehr zuverlässig
und wiederholbar. Die Hersteller garantieren Widerstandsmessungen im 10-Micro-Ohm-Bereich.
Während des Tests wärmt sich das Gerät auf und eine Abkühlung
ist nötig, zwischen der Messung und dem weiteren Gebrauch.
| Die
DC-Last mischt R1 und R2 vom Randles Modell in einen einzigen, kombinierten Widerstandswert
und ignoriert die Kapazität. C ist eine sehr wichtige Komponente der Batterie
und beträgt 1,5 Farad per 100Ah Zellenkapazität. |  | Figur
2:Methode mit DC-Last Der tatsächliche Aufbau des Randles Modells
kann nicht gesehen werden. R1 und R2 erscheinen als einen ohmschen Wert. |
Die
AC-Leitfähigkeits-Methode: Anstelle einer Gleichstromlast injiziert das
Messinstrument ein Wechselstromsignal in die Batterie. Eine Frequenz zwischen
80 und 100 Hz wird verwendet, um die Reaktanz klein zu halten. Bei solchen Frequenzen
sind induktive und kapazitive Reaktanz vergleichbar, was eine minimale Strom-
und Spannungsverschiebung zur Folge hat.Die Hersteller von AC-Leitfähigkeits-Messgeräten
garantieren Batteriewiderstandsmessungen im 50-Micro-Ohm-Bereich. AC-Leitfähigkeitsmessungen
erhielten Aufschwung um 1992. Die Instrumente sind klein und erwärmten sich
nicht während der Messung.
| Die
Einfrequenztechnologie sieht die Komponenten des Randles Modells als eine, komplexe
Impedanz, genannt das Z-Modul. Der grösste Anteil kommt von der Leitfähigkeit
des ersten Widerstandes. |  | Figur
3: AC-Leitfähigkeits-Methode Die einzelnen Komponenten des Randles
Modells können nicht unterschieden werden und erscheinen als verschwommene
Einheit. |
Multifrequenz-Elekrochemische-Impedanz-Spektroskopie
(EIS): Cadex Electronics hat eine Schnelltestmethode entwickelt, die auf EIS
basiert ist. Das Messinstrument, mit dem Namen Spectro, injiziert 24 Stimulationsfrequenzen
im Bereich von 20 bis 2000Hz. Die sinusförmigen Signale werden auf 10mV/Zelle
begrenzt, um innerhalb der thermischen Batteriespannung von Blei-Säure-Batterien
zu bleiben. Dadurch werden folgerichtige Messresultate für kleine und grosse
Batterien erhalten.
Mit
der Multifrequenz-Impedanz-Spektroskopie werden alle drei Widerstandswerte des
Randles Modells erfasst. |  | Figur
4: Spectro -Methode R1, R2 und C können getrennt gemessen
werden, was eine Abschätzung der Batterieleitfähigkeit und der Kapazität
gestattet | | Eine patentierte
Prozedur evaluiert die feinen Nuancen in den Resultaten der verschiedenen Frequenzen
und erlaubt so eine tief gehende Batterieanalyse. |
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