Gestattet der Innenwiderstand Rückschlüsse
auf die Batteriekapazität? Eine Untersuchung über
Schnelltestmethoden für stationäre und Auto-BatterienIsidor
Buchmann Cadex Electronics Inc. isidor.buchmann@cadex.com www.buchmann.ca
June 2004 Im Laufe der letzten 20 Jahre
haben sich 3 Basismethoden für einen Batterieschnelltest profiliert: DC-Last,
AC-Leitfähigkeit und Multifrequenz-Elekrochemische-Impedanz-Spektroskopie
(EIS). Alle diese Methoden basieren auf der Widerstandsmessung, einer Messung,
die zuverlässig die Möglichkeit einer Batterie, einen hohen Strom abzugeben,
anzeigt. Der Innenwiderstand liefert wertvolle Informationen, indem er Probleme
erkennt und anzeigt, wenn eine Batterie ersetzt werden sollte. Der Widerstand
allein ergibt jedoch noch keinen linearen Zusammenhang in bezug auf die Batteriekapazität.
Eine Erhöhung des Zellenwiderstandes gibt nur Aufschluss über die Alterung
und liefert einige Indikationen über mögliche Fehlerquellen.
Wenn
der Innenwiderstand von brandneuen VRLA (ventilgesteuerten) Zellen in derselben
Batterie gemessen wird, sind Abweichungen bis zu 8% normal. Der Herstellungsprozess
und das verwendete Material sind nur zwei von vielen möglichen Gründen,
welche zu diesen Abweichungen führen können. Anstatt sich bedingungslos
auf eine Widerstandsmessung zu verlassen, führen die Servicetechniker eine
Momentaufnahme des Zellenwiderstandes bei eingebauter Batterie durch, und messen
dann die kleinen Veränderungen, die sich durch das Altern ergeben. Eine Erhöhung
des Widerstandes um 25% über dem Nominalwert von 100% ergibt einen ungefähren
Leistungsverlust auf 80%. Die Batteriehersteller honorieren einen Garantieanspruch,
wenn der Innenwiderstand um 50% gestiegen ist. Bevor wir die verschiedenen
Testmethoden analisieren, lassen Sie uns die Kenntnisse über Innenwiderstand
und Impedanz auffrischen, Ausdrücke, die oft falsch angewendet werden, wenn
es um die Leitfähigkeit einer Batterie geht.
Ein Widerstand ist ausschliesslich
resistive und hat keine Reaktanz. Es entsteht keine Phasenverschiebung, weil Spannung
und Strom in einem festen Verhältnis zueinander stehen. Ein Heizelement ist
eine derartige reine resistive Last. Sie funktioniert gleich mit Gleichstrom (DC)
oder Wechselstrom (AC).
Die meisten elektrischen Lasten, Batterien eingeschlossen,
enthalten eine Reaktanzkomponente. Der reaktive Anteil der Last verändert
sich mit der Frequenz. Zum Beispiel sinkt die kapazitive Reaktanz eines Kondensators
mit steigender Frequenz. Ein Kondensator ist ein isolierendes Element für
Gleichstrom (DC) und der Strom kann nicht fliessen. Die Spule, im Gegensatz dazu,
funktioniert umgekehrt and ihre Reaktanz erhöht sich mit steigender Frequenz.
Für DC ist es ein elektrischer Kurzschluss. Eine Batterie enthält sowohl
einen Ohmschen Widerstand, wie auch kapazitive und induktive Reaktanzen. Der Ausdruck
Impedanz enthält alle drei Typen. Eine Batterie kann als eine Kombination
von elektrischen Elementen angesehen werden. Figur 1 stellt ein Basismodell dar
einer Blei-Säure-Batterie gemäss Randles, in bezug auf Widerstand und
Kondensator (R1, R2 und C1). Die induktive Reaktanz wird allgemein vernachlässigt,
da sie nur eine untergeordnete Rolle spielt in einer Batterie bei tiefen Frequenzen.
 | Figur
1: Modell nach Randles eine Blei-Säure-Batterie. Der gesamte Batteriewiderstand
besteht aus einem rein ohmschen Widerstand, wie auch aus induktiven und kapazitiven
Reaktanzen. Die Werte dieser Komponenten sind verschieden für jede getestete
Batterie. |
|