| Eine der Stärken des Spectro ist die Bestimmung von Kaltstartstrom,
Reservekapazität und Ladezustand durch eine einzige Messung. Eine einfache
Bestimmung der Reservekapazität steht seit vielen Jahren auf der Wunschliste
von Akkuherstellern und Servicezentren. Durch dieses Gerät ist es jetzt möglich
geworden, dies durch nichtinvasive Prüfung mittels eines im Handel erhältlichen
Handtesters zu bestimmen. Abbildung 4 zeigt das geplante Anzeigeformat.
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4: Angezeigt werden Kaltstartstrom (CCA), Reservekapazität (RC) und Ladezustand
(SoC). Während der 20-minütigen Prüfung werden im digitalen
Prozessor 40 Mio. Transaktionen verarbeitet. |
Vor
der Prüfung muss der Akku etwas aufgeladen sein. Der normale Testbereich
ist ein Ladezustand von 50-100%. Bereits zu Beginn der Tests wurden über
einen großen Temperaturbereich stabile Resultat erzielt. Die Festigkeit
gegen elektrische Störeinwirkungen ist gut. Bei Versuchen mit einer parasitären
Belastung in Höhe von 30 A wurde keine negative Beeinflussung registriert.
Weiterhin ist das Spectro anscheinend weniger empfindlich gegen Oberflächenladung,
als das bei der Bestimmung der Wechselstrom-Leitfähigkeit durch Einzelfrequenz
der Fall ist, und die Bestimmung des Kaltstartstroms ist beständiger. Der
Tester toleriert Säureschichtung bis zu einem gewissen Grad; chemische Zusätze
können die Messung jedoch beeinflussen. Abbildung 5 zeigt den Tester CA-12,
der so groß ist wie ein dickes Buch.
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5: Der Akku-Schnelltester Cadex CA-12. Die Testresultate stehen in den
meisten globalen Standards zur Verfügung. Die Reservekapazität wird
als Prozentsatz der Nennkapazität oder als Entladezeit angezeigt. |
Die
frühen Testresultate bezüglich Reservekapazität
Die
Bestimmung der Genauigkeit und Wiederholbarkeit einer neu erfundenen Technik ist
aufwendig. Beim Test des Spectro verwendete Cadex 91 Prüflinge verschiedener
Leistungsniveaus. Vor der Prüfung wurden die Akkus aufgeladen und nach 24
Stunden Ruhezeit mit 25 A auf 10,5 V (1,75V/Zelle) entladen, wobei die Reservekapazität
gemessen wurde. Dieses Verfahren ergab bei der Messung der Kapazität
der Akkus eine Varianz von +/-15%. Bei der Bestimmung der Kapazität durch
herkömmliche Entladung und eine nichtinvasive Methode darf die Anfälligkeit
von Bleisäure nicht vergessen werden.
Abbildung 6 zeigt die Reservekapazität
von 38 zufällig ausgewählten Autoakkus. Die schwarzen Rauten repräsentieren
die durch volle Entladung bestimmte Reservekapazität, während die mit
Hilfe einer standardmäßigen Matrix von Spectro ermittelte Reservekapazität
durch purpurne Quadrate dargestellt wird.
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6: Reservekapazität von 38 Akkus, mit generischer Matrix bestimmt. Die
schwarzen Rauten zeigen die durch volle Entladung ermittelte Reservekapazität,
die purpurnen Quadrate die Schätzung des SpectroTM. |
Wie
nun kann die Bestimmung der Reservekapazität verbessert werden? Die besten
Resultate werden erzielt, wenn die Akkus nach Architektur und Kaltstartstrom (CCA
Größe) sortiert werden. Wir haben eine modellspezifische Matrix entwickelt
und eine Gruppe von Akkus gleichen Modells geprüft. Abbildung 7 zeigt die
Reservekapazität, gemessen mit dem Spectro bei konventioneller voller
Entladung. Mit der speziellen Matrix erreicht die Genauigkeit der Messungen den
Laborstandard.
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7: Reservekapazität von 24 Akkus, mit modellspezifischer Matrix bestimmt.
Die purpurnen Quadrate (Spectro) stimmen ziemlich genau mit den schwarzen
Rauten überein. Messung mit spezifischer Matrix erreicht Laborstandard. |
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