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Das
Laden von Nickel-Metallhydrid-Akkus
Ladegeräte für NiMH-Akkus sind den NiCd-Ladern
ähnlich, benötigen jedoch eine kompliziertere Elektronik,
denn der Spannungsabfall bei vollem Ladezustand (NDV) ist
bei NiMH-Akkus sehr gering und bei Laderaten unter 0,5 C und
erhöhter Temperatur sogar kaum noch existent. Weiterhin
ist das NDV bei alten Akkus und bei Akkus mit Zellen unterschiedlichen
Kapazitäten noch geringer.
Ein NiMH-Lader muß darum auf einen Spannungsabfall von
8 bis 16 mV per Zelle reagieren können. Ist das Ladegerät
jedoch zu empfindlich, können Spannungsschwankungen vom
Akku oder Oberwellen die Schnellladung zu früh abschalten.
Darum wird heute bei annähernd allen NiMH-Schnelladegeräten
eine Kombination von NDV, Steilheit der Temperaturkurve (dT/dt),
absoluter Temperatur und Ladezeit verwendet. Die Schnellladephase
wird bei Erreichen eines der Grenzwerte abgeschaltet.
Werden NiMH-Akkus kurzzeitig überladen, wird eine höhere
Endkapazität erreicht, als bei weniger aggressiver Ladung.
Bei einem guten Akku beträgt dieser Gewinn etwa 6 Prozent.
Die Lebensdauer wird jedoch verringert. Anstatt nach 350 bis
400 Betriebsintervallen ist das Akkupack bereits nach 300
Intervallen aufgezehrt.
NiMH-Akkus sollten eher schnell, als langsam geladen werden.
Weil sie Überladungen schlecht vertragen, muß die
Erhaltungsladung bei 0,05 C liegen, also geringer als bei
NiCd. Darum dürfen NiCd-Lader nicht für NiMH-Akkus
benutzt werden.
Es ist schwierig, sogar unmöglich, NiMH-Akkus langsam
zu laden. Bei C-Werten von 0,1 bis 0,3 ist der Verlauf der
Spannungskurve und der Temperaturkurve ungewiß und kann
zur Bestimmung des Ladeendzustands nicht benutzt werden. Die
Ladeüberwachung muß dann zeitgesteuert sein. Wird
jedoch ein voller oder halbvoller Akku mit einer festen Zeiteinstellung
geladen, wird er überladen und dadurch beschädigt.
Das gleiche gilt für einen alten Akku, der nur noch 50
Kapazität aufweist. Trotz Überladung kann sich der
NiMH-Akku kalt anfühlen.
Oft erreichen billige Ladegeräte nicht den vollen Ladezustand.
Die Ladeenderkennung spricht möglicherweise sofort bei
Erreichen der Spannungsspitze oder einer Ansprechtemperatur
an. Die Verkaufsargumente für diese Geräte sind
eine kurze Ladezeit und der günstige Preis. Auch einige
der Superschnellader erreichen den vollen Ladezustand nicht.
Das
Laden von Lithiumionen-Akkus
Whereas charges for nickel-based batteries are current limiting
devices, Li-ion chargers are voltage limiting. There is only
one way to charge lithium-based batteries. The so-called 'miracle
chargers', which claim to restore and prolong batteries, do
not exist for lithium chemistries. Neither does a super-fast
charging solution apply. Manufacturers of Li-ion cells dictate
very strict guidelines in charge procedures.
Die ersten Graphitsysteme erforderten eine Spannungsbegrenzung
auf 4,10 V/Zelle. Zwar führen höhere Spannungen
zu mehr Kapazität, aber die Lebensdauer wird dabei durch
Oxidieren der Zellen verkürzt. Dieses Problem wurde durch
chemische Zusätze gelöst. Heutige Li?ion-Zellen
können bis 4,20 V +/?0,05 V/Zelle geladen werden.
Die Ladezeit beträgt bei den meisten Geräten 3 Stunden.
Der Akku bleibt beim Laden kalt. Der volle Ladezustand ist
erreicht, wenn eine bestimmte Spannung erreicht und der Strom
auf einen konstanten niedrigen Wert abgesunken ist.
Eine Erhöhung des Ladestroms verringert die Ladezeit
kaum. Zwar wird die Spannungsspitze mit einem höheren
Strom schneller erreicht, doch die Auffüllladung dauert
länger. Abbildung 2 zeigt den Spannungs- und den Stromverlauf
beim Laden eines Li?ion-Akkus mit den Ladenstufen 1 und 2.
Abbildung 2: Ladestufen eines Li?ion-Akkus.
Bei Li-ion-Akkus führt ein höherer Ladestrom nicht
zu einer sehr viel kürzeren Ladezeit. Zwar wird die Spannungsspitze
schneller erreicht, die Auffüllladung dauert jedoch länger.
Einige Lader sollen Li-ion-Akkus angeblich in einer Stunde
laden können. Solche Geräte lassen die Stufe 2 aus
und melden einen vollen Akku, wenn die Ansprechspannung am
Ende der 1. Stufe erreicht wird. Der Ladezustand beträgt
aber erst 70 Prozent. Die Auffüllladung dauert normalerweise
doppelt so lange wie die Anfangsladung.
Bei Li?ion kommt keine Erhaltungsladung zur Anwendung, weil
diese Akkus keine Überladung vertragen. Dabei würde
es zu einer Beschichtung mit dem Lithiummetall kommen, wodurch
die Zellen instabil werden. Statt der Erhaltungsladung wird
die geringe Selbstentladung über den Akku und den Schutzkreis
durch eine kurze Auffüllladung ausgeglichen. Akkuabhängig
können Auffüllladungen alle 20 Tage erforderlich
sein. Die Auffüllladung wird normalerweise ausgelöst,
wenn die Leerlaufspannung des Akkus auf 4,05 V/Zelle abfällt,
und wird bei 4, 20 V/Zelle wieder abgeschaltet.
Was passiert, wenn ein Akku versehentlich überladen wird?
Li-ion-Akkus können im normalen Spannungsbereich gefahrenlos
betrieben werden; sie werden bei höheren Spannungen jedoch
instabil. Wird eine Zelle über 4,30 V aufgeladen, setzt
sich Lithiummetall auf der Anode ab; die Kathode wird zu einem
Oxidationsmittel, verliert ihre Stabilität und gibt Sauerstoff
ab. Beim Überladen wird die Zelle warm.
Damit Li?ion-Akkus sicher betrieben werden können, muß
ein Überladen und Überentladen verhindert werden.
Kommerziell erhältliche Li-ion-Akkupacks sind mit einem
Schutzkreis ausgestattet, der verhindert, daß die Spannung
beim Laden zu hoch ansteigt. Die obere Ansprechspannung beträgt
normalerweise 4,30V/Zelle. Außerdem wird die Ladung
abgeschaltet, wenn eine Temperatur von 90 °C erreicht
wird. Viele Akkus sind zusätzlich mit Druckschaltern
auf den Zellen ausgestattet, die den Ladestrom permanent abschalten,
wenn der Ansprechdruck erreicht wird. Ausnahmen bilden einige
Spinellpacks (Mangan) mit einer oder zwei kleinen Zellen.
Li-ion-Polymer-Akkus werden ähnlich geladen wie Li?ion-Akkus.
Diese Akkus verwenden ein geliertes Elektrolyt, um eine höhere
Leitfähigkeit zu erzielen.
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