Der Akku-Analyzer für kritische Einsätze
Beständiges Akku-Versagen, hohe Austauschkosten und
zweifelhafte Zuverläßlichkeit haben viele Organisationen
dazu veranlaßt, Akkus mittels eines Akku-Analysierers
regelmäßig zu prüfen und zu warten. Heutzutage
spielen Akku-Analysierer eine kritische und unverzichtbare
Rolle, um die Lebensdauer der Akkus zu verlängern und
die Leistung und Zuverlässigkeit zu verbessern.
Erwartungsgemäß sollen neue Akkus stets fehlerfrei
ihre volle Leistung erbringen. Dennoch merken viele Anwender,
daß ein neuer Akku nicht immer den Leistungsspezifikationen
entspricht. Schwache Akkus können daher mittels eines
Akku-Analyzers identifiziert und auf ihre passende Leistung
gebracht werden. Wird die Kapazität nicht verbessert,
werden die Packs zwecks Garantieersatz dem Lieferanten zurückgegeben.
Ganze Lieferungen an neuen Akkus mußten aufgrund niedriger
Leistung zurückgesandt werden. Hätte man diese Akkus
ohne vorherige Überprüfung freigegeben, wäre
das gesamte System in Mitleidenschaft geraten, welches Unzuverlässigkeit
und häufiges Versagen verursacht hätte.
Zusätzlich zur Gebrauchsvorbereitung von neuen Akkus
führen die Akku-Analyzer die wichtige Service-Funktion
durch, um schwache Akkus zu verstärken und unbrauchbar
gewordene Einheiten auszusortieren. Es soll hier angemerkt
werden, daß ein Akku-Analyzer am wirksamsten die Nickel
basierten Akkus regeneriert. Lithium basierende Akkus verlieren
ihre Kapazität hauptsächlich durch das Altern und
dieser Leistungsverlust kann nicht mehr rückgängig
gemacht werden. Schwache Akkus befinden sich oft versteckt
zwischen den guten Einheiten. Wird eine hohe Beanspruchung
durch eine Notmaßnahme benötigt, fallen die schwachen
Einheiten schon früh aus.
Betriebsorganisationen neigen dazu, die Wartung von Akkus
so lange zu verschieben, bis sich eine kritische Situation
entwickelt. So hatte eine Feuerwehrmannschaft bei der Benutzung
von Funkgeräten chronische Kommunikationsprobleme, besonders
bei einem Einsatz, der mehr als zwei Stunden dauerte. Obgleich
der Empfang normal funktionierte, konnte die Mannschaft nicht
eindeutig senden. Diese Situation brachte die Feuerwehr in
arge Verlegenheit, da es der Mannschaft nicht bewußt
war, daß ihre Meldungen nicht übertragen wurden.
Auf Empfehlung schaffte sich die Feuerwehr einen Cadex Akku-Analyzer
an und alle Akkus wurden gewartet und rekonditioniert. Jene
Akkus, die sich nicht zur vorbestimmten Zielkapazität
verbessern ließen, wurden ersetzt.
Kurze Zeit später wurde diese Feuerwehr zu einem zehn-stündigen
Einsatz gerufen, der verstärkten Funkverkehr erforderte.
Zum Erstaunen versagte kein Funkgerät. Der Erfolg dieses
fehlerfreien Einsatzes wurde der Leistung der Akkus zugeschrieben.
Am nächsten Tag setzte sich der Leiter der Feuerwehr
persönlich mit dem Hersteller des Akku-Analyzers in Verbindung
und lobte die einwandfreie Leistung des Gerätes und dessen
zukünftiger Benutzung.
Akkus, die sich für längere Zeit in Dauerbereitschaft
befinden, versagen häufig, wenn sie plötzlich bei
einem Notbedarf beansprucht werden. Ein Cadex Vertreter wurde
zur Besichtigung einer Notanlage in einer grossen amerikanischen
Stadt eingeladen. In dem befestigten unterirdischen Bunker
wurden über eintausend NiCd Akkus in Ladegeräten
bereitgehalten. Die grünen Lämpchen leuchteten alle
und zeigten an, daß die Akkus vollgeladen und jederzeit
einsatzbereit sein würden. Der verantwortliche Leiter
versicherte mit zweifelloser Überzeugung: "Wir sind
auf jeden denkbaren Notfall vorbereitet!"
Der Cadex-Vertreter erbat sich eine der einsatzbereiten Akkus
vom Ladegerät, um den Zustand zu prüfen. Innerhalb
von Sekunden zeigte der Akku-Analyzer ein Versagen des Akkus
an. Im Bemühen, daß dies nur ein Einzelfall sei,
entnahm der Leiter einen weiteren Akku dem Ladegerät,
der jedoch ebenfalls versagte; und den nachfolgenden getesteten
Akkus erging es nicht besser. Auch er versagten.
Derartige Begebenheiten treten leider recht häufig auf.
Politische Entscheidungen und mangelnde finanzielle Grundlagen
erschweren es, die Probleme, wenn erkannt, schnell zu beseitigen.
Ein Wartungsprogramm, wo jeder Akku systematisch mit einem
Akku-Analyzer monatlich zykliert wird, könnte solche
Probleme verhindern. Solange dies unterlassen wird, bleibt
dem verantwortlichen Leiter der Noteinsatz-Anlage nur übrig
zu hoffen, daß es niemals zu einem wirklichen Notfall
kommt.
Bild 1: Vernachlässigung der Akkus. Der Soldat
schleppt 'Steine' statt guter Akkus.
Die Wartung verhilft dazu, daß Unbrauchbares vom Militärarsenal
ferngehalten wird. Ohne ein System zur planmäßigen
Entfernung schwacher Akkus geht der Vorteil vom ultra-hohen
Leistungspack verloren.
Eine weitere Anwendergruppe, die sich entscheidend auf Akkus
verlassen muß, ist das Militär. Verteidigungsorganisationen
legen hohen Wert darauf, die beste Qualität einzusetzen
und die höchsten Leistungsansprüche an Geräte
und Ausrüstungen zu stellen. Dies bezieht sich leider
nicht unbedingt auf Akku-Packs, wo mangelhafte Wartung, Unkenntnis
und fehlende Sorgfalt häufig anzutreffen sind. Der Akku
entgeht somit der gründlichen Militärinspektion
und wird oft nur rein äußerlich in Augenschein
genommen. Dazu werden nur geringe Anstrengungen unternommen,
um das Alter und die Anzahl von Zyklen zu erfassen. Schließlich
werden schwache Akkus mit neuen vermischt und das System wird
unzuverlässig. Im Ergebnis schleppen die Soldaten sozusagen
"Steine" statt einsatzbereite Akkus mit sich herum.
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