Werden Lithium-Ion Akkus sich im neuen Millennium behaupten?
Isidor Buchmann
Cadex Electronics Inc.
Isidor.buchmann@cadex.com
www.buchmann.ca
Edited May 2001
Nickel Cadmium (NiCd) war über viele Jahre
hinweg der einzig verfügbare Akku für portable Geräte wie
z.B. Handys, Laptops und Video Kameras. Um 1990 erschienen
die Nickel Metallhydrid- (NiMH) und Lithium Ion-Akkus (Li-Ion),
welche über ein wesentlich höheres Leistungsangebot verfügen.
Beide Chemietypen kämpften gleichermaßen um Marktanteile mit
den selben Argumenten, wie bessere Leistung und geringeren
Abmessungen..
Wer wird als endgültiger Gewinner in diesem
Millennium hervorgehen? Als Favorit hebt sich der Li-Ion Akku
hervor. Er eignet sich besonders für leichte, kleine portable
Geräte.
Die Li-Ion Zelle bedarf nur einer einfachen
Wartung, welches ein grosser Vorteil gegenüber anderen Chemietypen
ist. Der unerwünschte Memory-Effekt tritt nicht mehr ein und
die vorgeschriebene zyklische Aufbereitung entfällt. Ergänzend
zur hohen Kapazität ist die Selbstentladung des Li-Ion nur
halb so gross im Vergleich zu NiCd und NiMH.
Ein Nachteil des Li-Ion Akkus ist erforderliche
Schutzschaltkreis. Die Belastungsfähigkeit ist mittelmäßig
und das Aufladen muß nach festgelegten Standards durchgeführt
werden. Hinzu kommt, dass Li-Ion dem Alterungsprozess unterliegt,
egal ob er benutzt wird oder nicht.
Rückblick
Die Pionierarbeit bei der Lithiumbatterie begann im Jahre 1912 durch G.
N. Lewis. Jedoch dauerte es noch bis Anfang 1970, bis
die ersten - nicht aufladbaren - Lithiumbatterien im Handel verfügbar waren. Anstrengungen zur Entwicklung
wiederaufladbarer Batterien oder Akkus folgten in den Jahren
nach 1980. Dies blieb allerdings aufgrund der Sicherheitsprobleme
mit der latenten Explosionsgefahr erfolglos.
Lithium, das leichteste aller Metalle, hat das höchste elektrochemische
Potential, und liefert somit die meiste Energie. Akkus, die
das Lithiummetall als negative Elektrode (Anode) nutzen, sind
in der Lage, eine hohe Spannung und eine grosse Kapazität
zu liefern, was eine außergewöhnlich hohe Energiedichte ergibt..
Nach ausgiebigen Forschungsarbeiten mit Lithium-Akkus in den achtziger
Jahren hat man herausgefunden, daß sich die Lithiumelektroden
nach dem Zyklieren verändern, wodurch sich die Thermalstabilität
verringert. Dadurch ist ein unkontrollierter Wärmeaufbau möglich.
Geschieht dies, dann erreichen die Zelltemperaturen schnell
den Schmelzpunkt des Lithiums, was zu einer heftigen Reaktion
führt. Eine große Menge Lithium-Akkus, die nach Japan exportiert
wurden, mußten im Jahre 1991 wieder eingezogen werden, nachdem
einer dieser Akkus in einem Handy plötzlich heiße Gase abgab,
und einem Anwender eine leichte Verbrennung zuführte.
Aufgrund der, dem Lithiummetall innewohnenden Instabilität, besonders
beim Laden, verschob sich der Schwerpunkt in der Forschung
zu nicht-metallischen Lithium-Akkus unter Verwendung von Lithium-Ionen.
Obgleich die Energiedichte geringfügiger ist als beim Lithiummetall,
ist die Li-Ion sicherer, vorausgesetzt dass bestimmte Vorsichtsmaßnahmen
beim Aufladen und Entladen getroffen werden. Im Jahre 1991
brachte Sony die ersten Li-Ion-Akku in den Handel.
Andere Hersteller folgten bald darauf. Heute ist der Li-Ion
Akku ist der Typ mit der gössten Zuwachsrate
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