Kann das QuickTest System Fehlerhaftes erlernen?
Fehlerhafte Ablesungen sind möglich, falls eine große Anzahl
von schlechten Akkus geprüft wird. Dies wäre bei einer Lieferung
der Fall, die nicht korrekt formatiert wurde oder für längere
Zeit eingelagert war. Das Testen von nur wenigen solcher Akkus
kann die Leistung nicht beeinflussen.
Bevor neue Vektorwerte als ‘angelernte’ Referenzdaten hinzukommen, muß
deren Integrität überprüft werden. Meßwerte von defekten Akkus
werden nicht verwendet. Diese Vorsichtsmaßnahme schirmt den
Adapter gegen das Erlernen falscher Werte ab. Der Anwender
hat zusätzlich die Möglichkeit, den Adapter gegen Datenverluste
und –verfälschung abzusichern. Vor der Prüfung großer Mengen
von billigen Austauschakkus sind derartige Vorsichtsmaßnahmen
stets angebracht.
Kann der Adapter wieder von neuem ‘angelernt’ werden? Falls
ein Adapter seine Genauigkeit aufgrund der Prüfung zu vieler
unerwünschten Akkus verloren hat, kann die Vektoreinstellung
gelöscht und der Lehrvorgang wiederholt werden. Als Alternative
wird Cadex im Internet empfohlene Matrixeinstellungen bereitstellen.
Darüber hinaus können die Anwender selbst erworbene bzw. erlernte
Informationen miteinander austauschen.
Bei einer Ladestufe von 50% und höher kann der Quick-Test sehr genaue
Resultate liefern. Innerhalb dieses Bereiches werden die Ablesewerte
nicht durch Ladestufenunterschiede beeinflußt. Wird der Akku
nicht ausreichend geladen, zeigt die LCD Anzeige dies an.
Nachdem der Adapter den Lernprozeß durchlaufen hat oder die Vektoreinstellungen
(Settings) aus vorher genannten, externen Quellen programmiert
wurden, ist der Quick-Test in der Lage, neue Chemietypen zu
prüfen. Die Testabläufe dauern ungefähr drei Minuten pro Akku.
Jede Station des C7000 Akku-Analysers kann Akkus unabhängig
voneinander testen.
Künstliche Intelligenz, das herz des Cadex QuickTesters
Der Cadex-Quick-Tester arbeitet in einem neuro-logischen
Netzwerk, basierend auf der sogenannten Fuzzy Logic,
das dem Denkprinzip des menschlichen Gehirns nachempfunden
ist. Zuerst werden multiple Vektoreinstellungen in den Micro
Controller eingegeben, die dann ‘aufgelockert oder zergliedert’
(fuzzied) werden. Die Datenverarbeitung erfolgt mittels
paralleler Logik. Die jeweilige Information ist nach der Akkuanweisung
im mittleren Durchschnitt ausgeglichen und zugeordnet. Abbildung
2 illustriert die generelle Struktur eines solchen Netzwerkes:
Abbildung 2: Fließdiagramm
des Neuro-Netzwerks,
welches auf ‘Fuzzy-Logik’ basierend
ist.
Die unbearbeiteten Daten fließen durch die,
aus drei oder mehr Posten bestehenden, Eingangsdatenanordnungen
(Layers). Die von der Eingangsanordnung abgeleiteten Vektoren
werden bewertend ausgeglichen (rechnerisch gewogen) und die
ermittelten Werte passieren eine [math.] Funktion in der gesicherten
(hidden) Anordnung. Danach wird die Information zum
Ausgang, unter Nutzung eines anderen Vektorsatzes, geleitet.
Die, im Rechner ablaufenden Bewertungen, sind
von hochgradiger Bedeutung und integrieren die Funktionen
der Lerneinrichtung im Netzwerk. So findet zum Beispiel
ein Durchlauf mit einem ganz bestimmten Satz an ausgewogenen
oder bereinigten Werten statt. Weicht das Ergebnis von einem
vorbestimmten Bereich ab, werden die bereinigten Werte entsprechend
erneuert. Dieser Vorgang wiederholt sich immer wieder von
vorn (Re-run). Dieser Prozeß dauert so lange, bis entweder
eine bestimmte Anzahl von sich wiederholenden Werten durchlaufen
wurde oder der Algorithmus bereits das richtige Ausgangsergebnis
liefert.
Natürlich ist die künstliche Intelligenz ein
kompliziertes Fachgebiet und weiter ins Detail gehende Einzelheiten
würden den Rahmen dieses Artikels sprengen; um Lotfi Zadeh
zu zitieren:
“As complexity rises, precise statements lose meaning
and meaningful statements lose precisions.”
‘Mit steigender Komplexität verlieren präzise
Aussagen an Bedeutung und bedeutende Aussagen verlieren an
Präzision.’
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