Die Weiterentwicklung des Lithium Akkus
Bei einer kürzlichen Unterhaltung mit einem Ingenieur eines Großhersteller
von Li-Ion Akkus erfuhr ich, daß sich die chemischen Zusammensetzungen
auf Li-Ion basierenden Akkus alle sechs Monate verändern.
Es werden immer neue Chemikalien entdeckt, welche verbesserte
Ladeeigenschaften, höhere Kapazitäten und längere Haltbarkeitsdauer
ermöglichen. Obwohl dies für den Verbraucher von Vorteil ist,
verursachen diese Verbesserungen ein ‘Daten-Chaos’
in den Analysegeräten, weil diese ihre Schnelltest-Algorithmen
nach fest eingegebenen Parametern bestimmen. Gestatten Sie
mir zu erklären, warum dieser Wandel bei den Akkuzusammensetzungen
die Testergebnisse eines Schnelltesters beeinflußt.
Die ersten Li-Ion Akkus wiesen einen ständigen,
schnellen Abfall der Spannung während des Entladens auf. Mit
den neueren, auf Lithium basierenden Akkus, kann eine vorbestimmte
Voltbereichschwankungs-(Flatter Voltage)-Signatur erreicht
werden. Derartige Akkus liefern bei den meisten Entladezyklen
eine stabilere Spannung. Der rapide Spannungsabfall entsteht
nur am Ende der Entladung.
Ein ‘festverdrahteter’ Tester sucht
nach einem eventuell zu erwartenden Spannungsabfall und bestimmt
danach den SoH gemäß den verfügbaren Referenzdaten. Wechselt
der Spannungsabfall aufgrund verbesserter Akkutechnologie,
resultiert dies in fehlerhaften Ablesewerten.
Metallunterschiede bei der positiven Elektrode
verändern ebenfalls die Ausgangsspannung an den Pol-Kontakten.
Mangan, auch als Spinell bekannt, hat eine leicht höhere Spannung
an den Ausgängen im Vergleich zum mehr traditionell verwendeten
Kobalt. Hinzu kommt, daß Spinell anders altert als Kobalt.
Obgleich beide, Kobalt und Spinell, der Li-Ion Akkufamilie
angehören, ergeben sich mit großer Wahrscheinlichkeit unterschiedliche
Ablesewerte an nebeneinander im Schnelltest geprüften gleichartigen
Akkus.
Die Li-Polymer Zelle ist in der Zusammensetzung
gegenüber dem Li-Ion Akku sehr verschieden und reagiert bei
einem Test anders. Für Li-Ion Akkus geeignete Prüfgeräte können
unter Umständen unzuverlässige Ablesewerte liefern, wenn diese
für Schnelltests bei Li-Polymer Akkus eingesetzt werden.
Die Cadex QuickTest Anwendung
Ein Akkuschnelltest muß in der Lage sein, sich sofort neuen chemischen
Kombinationen anzupassen. Cadex löst dieses Problem durch
Anwendung eines logischen, selbstlernenden fuzzy logic
Algorithmus.
Ein Hauptvorteil des Cadex Quick-Testers ist die Anpassungsfähigkeit an
neue Trends mit der Fähigkeit zu ‘lernen’. Vergleichbar
mit der Anpassungsfähigkeit eines Studierenden an eine sich
wandelnde Umwelt und ein fortschreitendes Curriculum, wie
es in den Lehrplänen der Schulen stetig erweiternd gelehrt
wird, so lernt auch der Cadex Quick-Tester die Algorithmen
von jedem von ihm geprüften Akku. In der Tat wird eine größere
Genauigkeit erreicht, je mehr Akkus getestet werden.
Der Cadex Quick-Tester ist aus der neuen C7000 Akku-Analyser Serie entwickelt
und gebaut. Dieses System benutzt austauschbare Akku-Adapter,
welche die Akku-Kodierungen enthalten, die auch als C-Codes
bezeichnet werden. Der C-Code ist einmalig für jeden Akkutyp
und stellt den Analyser auf die korrekten Akkuparameter ein,
sobald der Adapter installiert wird. Abbildung 1 zeigt
den Zwei-Stationen-Cadex C7200 Akku-Analyser, ausgestattet
mit dem Quick-Tester und zwei Adapter.
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Abbildung 1: Der Cadex C7200 Akku-Analyser
mit QuickTest Funktionen.
Der Akku-Analyser benuztzt austauschbare
Akku-Adapter, welche die Akku-Kodierungen und die Matrixeinstellungen
für den Quicktest enthalten.
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Um den Cadex Quick-Tester zu aktivieren, müssen die Adapter
ebenfalls die Matrixeinstellungen der jeweils zu testenden
Akkus, enthalten. Mit dem Erwerb der Adapter sind die Vektoreinstellungen
der gängig benutzten Akkutypen inbegriffen. Aus administrativen
Gründen können anfänglich nicht alle Adapter mit den Vektorinformationen
programmiert werden. Der Anwender wird gebeten, die Angaben
manuell einzugeben, d.h. durch Ablesen bzw. ‘Scanning’ der
zu testenden Akkutypen.
Wenn der Akku-Adapter keine Vektoreinstellungen findet, also sozusagen
‘ungelernt oder unausgebildet’ ist, empfhielt der C7000
automatisch das Ablaufen des Auto-Programms mit dem
betreffenden Akku. Im Auto-Modus läuft ein Programm
ab, das vollständige Lade- und Entladezyklen mit einschließt.
Vergleichbar mit dem Herunterladen (downloading) eines Programmes
im PC werden diese Informationen dann vom Auto-Programm
automatisch gespeichert oder abgerufen, die Vektoreinstellungen
vorgenommen und die QuickTest Funktionsabläufe ausgeführt.
Anfangs ist der Verläßlichkeitsgrad relativ gering bzw. ‘marginal’,
da lediglich die Ergebnisse eines Leistungsablaufes zur Verfügung
stehen. Durch das Prüfen von immer mehr Akkus, als Teil von
Routineabläufen, werden die ‘Kapazitätsregister’ ergänzt und
somit erhöht sich der Genauigkeitsgrad ständig. Um den Genauigkeitsgrad
über ‘marginal’ hinaus zu erweitern, benötigt das System
wenigstens drei Akkus. Der Grad der Verläßlichkeit des Akkuadapters
wird durch das LCD-Display des C7000 als ‘marginal’,
‘good’ oder ‘excellent’ angezeigt.
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