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Die Akkuwartung hat sich mit der Einführung solcher Akku-Analyser vereinfacht, welche die Vorwahl der Leistung, d.h. die Zielkapazität erlauben. Diese neue Eigenschaft arbeitet auf der Grundlage, daß alle Akkus einen, vom Anwender vorab eingestellten, Leistungstest durchlaufen müssen. Für auf Nickel basierende Akkus, die unterhalb der erwarteten Leistung bleiben, wird die erforderliche Leistung automatisch durch einen Rekonditionierungszyklus mit dem Analyser wiederhergestellt. Akkus, die sich dennoch nicht erholen, müssen folglich durch neue Packs ersetzt werden. Die Spannungskurve von Exercise d.h. Lade-/Entladezyklen und Recondition in den Wiederaufbereitungszyklen ist durch Bild 7 dargestellt.

Bild 7:  Exercise und Recondition-Spannungskurve eines NiCd Akkus
Das Rekonditionieren besteht aus dem Entladen bis auf 1 Volt pro Zelle bei einem Wert von 1C Ladestrom, gefolgt von einer zweiten Entladung bis auf 0.4V bei wesentlich geringerem Strom

Beim Wiederaufbereiten (recondition) wird der Akku zuerst auf die Spannung von 1 Volt pro Zelle entladen; danach wird das Restentladen bei wesentlich reduziertem Strom fortgesetzt. Während die restliche Energie aus dem Akku entladen wird, geschieht in den Zellen ein Wiederherstellungsprozess, der Molekularstrukturen zurück zu den ursprünglichen chemischen Kompositionen führt. Oft bringt dieser Vorgang Nickel basierende Akkus auf die volle Leistung zurück.

Es sollte jedoch erwähnt werden, daß Akkus mit hoher Selbstentladung und solche mit kurzgeschlossenen Zellen nicht mehr durch Rekonditionierung korrigiert werden können. Ebenfalls lassen sich verbrauchte, beschädigte oder stark vernachlässigte Akkus nicht mehr korrigieren.

Eine praktische Zielkapazitätseinstellung für die meisten Anwendungen ist 80%. Eine Kapazitätssteigerung auf 90% wird - kurzgefaßt - die Leistungsstufe um 10 Punkte heraufsetzen. Jedoch muß ebenfalls angemerkt werden, daß diese hohe Abgleichungseinstellungen von wesentlich weniger Akkus erreicht werden, da ältere Packs oftmals eine Kapazität von 90% nicht mehr erreichen können.

Diese Voreinstellung der Zielkapazität eines Akku-Analysers kann mit dem College-Aufnahme-Examen eines Studenten verglichen werden. 80 Prozent können von gut-qualifizierten Studenten erreicht werden. Wird jedoch der zum erfolgreichen Bestehen verlangte Prozentsatz auf 90 angesetzt, werden dadurch weniger und nur Studenten mit besten Noten zugelassen.

Nach diesem Service werden die Akkus neu etikettiert und wieder in das Ladegerät eingesetzt. Jene Akkus, die ihre Zielvorgabekapazität nicht erreichten, müssen durch neue Packs ersetzt werden. Alle im Ladegerät befindlichen Akkupacks sind nunmehr auf die erforderlichen und vorgegebenen Leistungsstandards geprüft.

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