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Das grüne Licht trügt

Isidor Buchmann
Cadex Electronics Inc.
Isidor.buchmann@cadex.com

www.buchmann.ca

Edited May 2001

Wird ein Akkupack aufgeladen, leuchtet irgendwann das grüne Lämpchen am Ladegerät auf und zeigt an, daß der Akku vollständig nachgeladen wurde. Der Anwender glaubt, daß der Akku sein Ladepotential vollkommen erreicht hat. Der Pack wird in der Überzeugung, daß er gut sei, wieder eingesetzt. Das 'grüne Licht' garantiert jedoch keinesfalls ausreichende Kapazität.

Der Akkupack ist ein Produkt, das durch Korrosion und natürlichen Alterungsprozess allmählich seine Fähigkeit verliert, die Speicherkapazität beizubehalten. Viele Benutzer vergessen, daß ihr Akku gerade so den Tag überdauert, ohne daß noch zusätzliche Energievorräte verfügbar wären. Tatsächlich lassen sich schwache Akkus bequem ignorieren, da nur geringe Anforderungen im Routineverlauf eines Tages an sie gestellt werden. Diese Situation ändert sich, sobald die volle Leistung in einer Ausnahmesituation abverlangt wird. Ein völliger Zusammenbruch tragbarer Systeme ist allgemein bekannt und diese Art von technischen Störungen bezieht sich häufig auf eine zu schwache Akkukapazität. Bild 1 zeigt Akkus in unterschiedlichem Verfallszustand.

Bild 1:  Korrodierende Akkus
Die Akkupacks haben korrodierende Substanzen, die aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses allmählich ihre Fähigkeit verlieren, Energie zu speichern.

Die Möglichkeit, größere Akkus zu tragen oder auf Packs mit höherer Energieverdichtung umzustellen, sichert keine größere Zuverlässigkeit, falls die schwachen Akkus nicht vollkommen entfernt werden. Ebenso bringt der Vorteil in der Nutzung verbesserter Akkus mit ultra-starkem Speicherverögen oft nur einen geringen Vorsprung, wenn die Schwachen verbleiben, deren Kapazität unterhalb der akzeptablen Werte gesunken sind.

Bild 2 illustriert vier Akkupacks mit unterschiedlichen Werten und Gütezuständen. Akku B, C und D zeigen reduzierte Werte beim Aufladen aufgrund von Memory-Problemen und anderen Unzulänglichkeiten. Am schlechtesten fällt der Akku D aus; der bereits nach nur 14 Minuten (geschätzter Wert) fertig geladen war. Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit fällt die Kandidatur auf diesen Akku, sobald er in Eile benötig wird. Bedauerlicherweise wird das Akkupack nur eine kurze Zeit überdauern. Akku A, hingegen besitzt die höchste Kapazität und beansprucht die längste Aufladedauer. Es mag verblüffend erscheinen, dass Akku A vermutlich aufgrund der längeren Aufladezeit die geringsten Aussicht hat, eingesetzt zu werden.

Bild 2:  Unterschiedliche Akku-Kapazitäten
Typische Ladungs- und Entladungszeiten bei Akkus mit unterschiedlicher Kapazität und Gesundheitszustand

Die schwachen Akkus laden sich schneller auf und bleiben länger in der "ready" Einstellung. Die schlechten Akkus gravitieren zur Höhe und werden dem ahnungslosen Benutzer als brauchbar dargeboten. In einer Notsituation, die schnelles Nachladen verlangt, sind die 'ready' angezeigten Akkus möglicherweise alle ‘deadwood’.

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